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„Für die Leser zählt allein die Geschichte – und die ist spannend, humorvoll und facettenreich. (...) Anne Chaplet hat einen komplexen Roman geschrieben, stilistisch elegant ihre Geschichte entwickelt, mit lebendigen Figuren und die Handlung vorantreibenden Wechseln der Erzählperspektive. Allein die Landschaft Südfrankreichs bleibt ein wenig leblos. Eine Art Kulisse, fast so, als wärs ein Pseudonym.“ Volker Albers, Hamburger Abendblatt, 11. Mai 2002 „Eine gegen den Rest der Welt, das ist das Credo einer Autorin, die starken Frauen Mut zuspricht.“ Salzburger Nachrichten, 4. Mai. 2002
„’Die Fotografin’, der vierte Kriminalroman der deutschen Autorin Anne Chaplet, bietet zwischen Intrigen und Korruption, Mord und Leidenschaft solide Unterhaltung.“ „Anne Chaplet, Meisterin der kunstvollen Verwicklungen (...) hat schon in den vorangegangenen Romanen ein Händchen für verzwickte Konstruktionen entwickelt. (...) Daß die Autorin dabei ein Maß gefunden hat für ihre früher zuweilen ins Längliche ausschweifende Fabulierlust kommt den Menschenbildern wie den Milieuschilderungen zugute.“ Kieler Nachrichten, 16. April 2002
„Schriftsteller, die spannende, anspruchsvolle Krimis schreiben können, gibt es in Deutschland nicht im Dutzend. Da horcht man freudig auf, wenn sich ein Talent derart überzeugend zu Wort meldet wie Anne Chaplet. (...) Dem journalistischen Hintergrund der Autorin verdankt sich wohl auch jener politische Hintergrund, den sie in ihren Romanen so kenntnisreich skizziert: Jeder noch so lokal bezogene Krimi ist auch ein Ausblick auf das bundesrepublikanische Panorama, bei dem alle Parteien ihr Fett abbekommen.“ Jürgen Diesner, Darmstädter Echo, 3. April 2002
„Anne Chaplet ist eine souveräne Schreiberin. Mit freundlicher Heimtücke zieht sie den Leser in den Bannkreis eines dörflichen Kosmos, der dann zur Bühne des Dramas wird. Es ist der Glücksfall eines literarischen Thrillers, dessen Figuren Tiefe besitzen und Leben atmen.“ Norbert Klugmann, Buchjournal Frühjahr 2002
„Chaplet schreibt auf plausible Weise spannend, aber nicht in allen Details literarisch anspruchsvoll. Die Atmosphäre des südfranzösischen Dorfes trifft sie glänzend, die Zustände in der Staatsanwaltschaft beschreibt sie vermutlich leider zutreffend, ihre Figuren behandelt sie fair und den Leser wie einen erwachsenen Menschen. Diesem wird immerhin gelegentlich Gänsehaut zugemutet. Der Rezensent hat eher Fernweh nach einem Bistro und einem Pastis bekommen. Aber das ist ja nicht schlecht für einen deutschen Krimi.“ Harald Loch, Saarbrücker Zeitung, 21. März 2002
„Mit feinem Gespür für Spannung und großer Menschenkenntnis treibt die Autorin ihre Figuren aufeinander zu – und unterhält uns dabei aufs Beste.“ Brigitte, 20. März 2002
„Drei Frauen, drei Leben. Anne Chaplet schafft es elegant und virtuos, das komplizierte biographische Geflecht nach und nach zusammenzubinden. Mit wachsender Aufmerksamkeit verfolgt Leser oder Leserin die feinen Hinweise (...). Die Autorin ist (...) eine genau beobachtende Zeitzeugin: Cora Stephan, die jüngst ihr Pseudonym gelüftet hat, kennt die Frankfurter Szene und die Diskussionen der damaligen Zeit aus erster Hand. Und so ist auch ihr neues Buch: ein ebenso kenntnis- wie spannungsreicher Krimi und ein reflektierter zeitgeschichtlicher Roman in einem.“ Elisabeth Kiderlen, Badische Zeitung, 15. März 2002
Die Fotografin „ist der neueste ihrer vier Kriminalromane um die Frankfurter Staatsanwältin Karen Stark und ihren ‚alten Freund’ Paul Bremer, allesamt spannend, hervorragend geschrieben und liebevoll editiert im Verlag Antje Kunstmann.“ Mr. Marple, Die Rheinpfalz, 15. März 2002
„Behutsam breitet Anne Chaplet die verschiedenen Handlungsstränge ihres Romans aus, stellt ausführlich die drei zentralen Figuren vor, schildert deren Lebensumstände. Schon darin unterscheidet sie sich von vielen ihrer Kollegen der schreibenden Zunft. Ein spannender Krimi muß nicht notwendigerweise hektisch vorangetrieben sein, dabei Ereignisse, Spuren und Figuren Schlag auf Schlag präsentieren, um so die manchmal recht dürftige sprachliche Varianz zu verdecken.“ „Daß Cora Stephan ihr Metier beherrscht, hat sie in zahlreichen Veröffentlichungen belegt. Auch ihr alter ego Anne Chaplet hat das gewählte Sujet fest im Griff, sicher und ohne selbst auferlegte Zwänge handhabt sie ihre Figuren.“ „Alles Drängende, der Suspense, die sich beschleunigende Handlung, vieles also, was so typisch ist für das Genre Kriminalroman, bleiben außen vor. Auch die blutige Grausamkeit und die menschlichen Abgründe werden von Anne Chaplet ausgespart. Statt dessen weckt sie auf ebenso behutsame wie nachhaltige Art die Neugier des Leser. Wer in die Geschichte eingestiegen ist, der bleibt dran bis zum Schluß.“ Andreas Winkel, Hessischer Rundfunk, gesendet 11. 3. 2002
“Doch Die Fotografin ist viel mehr als ein Krimi. Anne Chaplet zeigt wieder einmal, daß es zu fast allem mehrere Wahrheiten gibt. Auch in jeden Einzelnen paßt schier unglaublich viel Gegensätzliches hinein, beispielsweise in Karen Stark die Liebe zum Rechtsstaat und die Duldung von Selbstjustiz. Formal steht für solche Ambivalenzen der Perspektivenwechsel: Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht mehrerer Beteiligter erzählt, vieles widerspricht sich, ohne sich zu widerlegen. Da hilft nur Hinsehen, und hier wird Ada Silbermanns alte Leica leitmotivisch, mit der Alexa zu fotografieren anfängt. Das könnte bedeuten, daß sie aufhört, vor dem Leben die Augen zu verschließen. Aber nur vielleicht ...“ Michael Schweizer, in: Kommune 3/2002
„Manchmal glaubt der Leser, die Erkennungsmelodie der alten Miss-Marple-Filme zu hören (...). Und wie der Film in Kostümen und Charakterporträts schwelgt, so ist Chaplets Kriminalgeschichte realitätssatt wie aufwendigstes Kino, das angetreten ist, die Wirklichkeit auszustechen.“ „Wo Chaplet dicht an der abgründigen Oberfläche bleibt, wo sie etwa den gutbürgerlich gepflegten Alkoholmißbrauch beschreibt, die dynamische Einsamkeit karrieretauglicher Singlefrauen in den Blick nimmt, scheinbar pittoreske Dorfrituale gegen den touristischen Strich liest oder wo sie, nicht zuletzt, die Eleganz eines zärtlichen Mörders auf Katzenpfoten notiert, ist ihr ein aufmerksames Buch gelungen, das sich bis zum überraschenden Ende verführerisch in einem Zug liest.“ Angelika Overath, NZZ, 28. Februar 2002
„Die Fotografin erzählt von drei Frauen, die zunächst scheinbar nichts miteiander zu tun haben, deren Wege sich dann aber auf denkwürdige Weise kreuzen und bis hin zu einem furiosen Finale verflechten.“ „Das von Seite zu Seite prickelndere und aufregendere Buch hat einen kleinen Schönheitsfehler, für den die Autorin am allerwenigsten kann: Im Klappentext werden zu viele Dinge verraten (....). Doch auf die Lektüre dieses durchdacht konstruierten, intelligenten Krimis sollte deswegen niemand verzichten, das hätte der feine Roman nicht verdient.“ Christoph Nettersheim, Amazon.de, Februar 2002
„Wesentlicher (...) ist jedoch, wie die Geschichte der Figuren mit der Geschichte ihres Landes zusammenhängt. Mag sein, daß es das ist, was die Krimiautorin Anne Chaplet nach wie vor mit der Essayistin Cora Stephan verbindet: Beide arbeiten sich auf ihre Weise an den Biographien ihrer Generation in ihrem historischen Kontext ab.“ Sascha Lennartz, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 24. Februar 2002
„Zwischen den verschiedenen Strängen (...) kommt die Handlung (...) lange, viel zu lange, nicht in Fahrt. Kaum sind Karen Stark und ihr Kumpel Paul Bremer allerdings in Südfrankreich angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Angetrieben von schier unglaublichen Zufällen knirscht es immer wieder gewaltig in der Konstruktion des Plots. Nach 320 Seiten sind Ex-Terroristen, Ex-Freundinnen und Ex-BKA-Agenten zwar endlich enttarnt, doch nicht nur die Staatsanwältin hat bis dahin den Durchblick völlig verloren.“ Bai, Frankfurter Rundschau, Magazin, 23. Februar 2002
„Die Fotografin ist ein herausragendes Exemplar unter den deutschen Krimis. Er (sic!) erfreut neben der leichten, flüssigen Sprache mit psychologisch überzeugenden Charakteren und einem überzeugenden Plot. Anne Chaplet schreibt lebendig und humorvoll. Ihr Witz ist messerscharf, ihr Blick entlarvend. Spannung vom Feinsten!“ Marktplatz Dortmund, Literaturtipps, 11. Februar 2oo2
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